waldziegen
 

aufgeführt in der Roten Liste

bedrohter Tierarten

 
   
 

die Thüringer Waldziege  

 

             

 


Die Thüringer Waldziege entstand durch Einkreuzung der Toggenburger Ziege in

verschiedene Thüringische Landschläge. Nach Festlegung eines einheitlichen Rasse-

standards bekam sie den Namen Thüringer Waldziege. In den 40 er Jahren exis-

tierten noch ca. 60.000 Tiere. Dann setzte wie bei so vielen Haustierrassen in den

50 er Jahren ein Rückgang der Bestände ein, so das heute nur noch zwei Bock-

linien vorhanden sind. Schon zu DDR-Zeiten wurde sie als bedrohte Rasse geför-

dert, geschätzt wurde ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit. Darüberhinaus

hat sie eine gute Milchleistung (800-900 l/ Jahr bei 3,9% Fettgehalt), ist sehr

fruchtbar und verfügt über gute Muttereigenschaften.

In den 90 er Jahren wurden einige Toggenburger Ziegen eingekreuzt, um eine

fortschreitende Inzucht zu stoppen.

Durch die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen wurde

sie zum Haustier des Jahres 1993 ernannt. Am 1.September 2007 wurde ein

Modellprojekt zur Förderung der Thüringer Waldziege gestartet (www.g-e-h.de

und www.thueringerwaldziege.de).

Die Thüringer Waldziege ist mittelgroß und kräftig gebaut. Sie hat eine glatte,

kurze Behaarung in hellbrauner Farbe, schwarze Tiere sind möglich. Besonders

schön sind die weißen "Markierungen" an den Beinen, am Kopf und am sogenann-

ten "Spiegel". Die Tiere können behornt oder hornlos sein und ein Teil (ca. 30%)

hat kleine niedliche "Glöckchen" am Hals.